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Angst vor mehr Gewalt: -Christen sind authentischer Teil unseres Volkes-

Mosul/Bagdad, 27. Februar (AKnews) – Christen im Irak sind immer noch das Ziel bewaffneter Gruppen und Mörder, unbeachtet der lautstarken Beschwerden der Kirchen- und vieler Behördenvertreter. Angst provoziert immer noch den Exodus christlicher Familien, besonders in der Hauptstadt der nordirakischen Provinz Niniveh, Mosul.


Angst vor mehr Gewalt: -Christen sind authentischer Teil unseres Volkes-

Eine lokale Quelle im Distrikt Talkif berichtete gestern, dass 61 christliche Familien aus Mosul geflohen seien und sich in einem Kloster nördlich der Stadt niedergelassen hätten, nachdem in den letzten zwei Wochen ständig auch tödliche Angriffe auf Christen verübt worden waren. Die Christen in Niniveh wurden das Ziel einer Serie von Angriffen, bei der sieben Menschen, darunter zwei Studenten und drei Angehörige einer Familie, ermordet wurden.

Die irakische Regierung hat entschieden, eine Untersuchungskommission einzurichten, um die Angriffe gegen Christen in Niniveh zu klären. Sie betonte: „Der Angriff auf Christen ist eine Bedrohung des irakischen Staates, weil diese Gemeinschaft einen authentischen Teil unseres Volkes bildet.“ Papst Benedikt der 16. hatte zuvor sein großes Bedauern über die fortlaufenden Ermordungen von Christen ausgedrückt und die irakische Regierung gebeten, „die Christen und ihre Kirchen zu beschützen sowie die Glaubensfreiheit im Land zu sichern.“


Ankawa  kristyan, kanisa
Die Präsidentschaft der Region Kurdistan verurteilte in einer Mitteilung gestern die Welle der Verfolgungen, Erniedrigungen und Vertreibungen aufs Schärfste. Sie bedauerte auch die inhumanen und gezielten Angriffe auf unschuldige Christen vor den Augen der Behörden in Mosul, wo eine sunnitische Hadba-Regierung an der Macht ist. Hunderte Christen trauten sich heute nicht, an ihre Arbeitsplätze oder Schulen zu gehen, weil sie sich vor terroristischen Angriffen fürchten. Die Todesdrohungen, die sie von unbekannten Tätern erhalten, führten dazu, dass sie ihre Häuser nicht mehr verlassen, so die kurdische Präsidentschaft.

Die Führer der christlichen Gemeinschaften des Irak haben ein Memorandum an die lokale Regierung in Mosul und die Bundesregierung in Bagdad gesendet, in dem sie um den Schutz der Christen in Mosul und die Aufgreifung der Gruppen, die für diese Angriffe verantwortlich sind, forderten. Christliche Parteien haben ihre Wahlkampagnen eingestellt und hängen auch aus Sorge um das Wohlergehen der Christen keine Plakate oder Werbebanner mehr auf.



Ankawa
kristyan, kanisaLaut Vertretern der beiden größten christlichen Parteien in Niniveh, des „Populären Chaldäisch-Syrisch-Assyrischen Rates“ und „al-Rafidayn“ geführt von Yunadam Kanna, nehmen diese Parteien von Wahlkampagnen in Mosul Abstand, um gegen die Leiden der Christen zu protestieren. Sie bestätigten, diese Angriffs-„Einsätze“ würden von Zeit zu Zeit erneuert. Die letzte Kampagne habe im Dezember 2009 begonnen. Seit dem letzten Quartal 2008 seien mehr als 3.000 christliche Familien zur Flucht gezwungen und Dutzende getötet worden.

Mosul, die Hauptstadt der nordirakischen Provinz Niniveh, ist im Hinblick auf die Sicherheit mit Bagdad die unstabilste Stadt des Irak geworden. Laut Berichten des irakischen Innenministeriums wurden seit Ende 2008 mehr als 12.000 christliche Familien zur Umsiedlung gezwungen. Seit Beginn des Jahres 2010 sind 13 Christen ermordet worden. Die Behörden befürchten, Christen würden die Hauptopfer bei den Kampagnen zur Parlamentswahl 2010 im Irak werden. Diese Wahlen finden am 7. März statt.

ms AKnews

  
Kommentare
Opfer?
Ich glaube das die Christen im Irak an ihrer Lage selber schuld sind.
Die fühlen sich in der opferrolle inzwischen sehr wohl. Was sind das für Christen wenn die sich und ihre Familien nicht beschützen können? Die Leben das Christentum falsch sehr falsch sogar. Als nisiibis von den Persern angegriffen wurde
hat der heilige Jakob an vorderster Front gegen diese gekaempft.
Hilf dir selbst so wird dir Gott helfen.
02-03-2010, 10:36:49 | abgar


DruckenDrucken | 28-02-2010, 20:42:00 | Admin

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