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News von 2013
Sehr verehrter Pfarrer und sehr geehrter Kirchenrat,
98 Jahre nach dem Völkermord an den Aramäern/Assyrern/Suryoye, müssen die Christen in Syrien wieder jeden Tag Zerstörung, Leid, Elend, Entführung und die Tötung von Angehörigen miterleben. Nach dem Motto ,,Wir brauchen endlich Taten, nicht Worte!“ startete der Vorsitzende der BSK, Pfarrer Semun Demir mit dem Segen der syrisch-orthodoxen Kirche am 01.04.2013 die Hilfsaktion ,,Kleine Spende zu Ostern“.
Mit dieser Aktion stärken wir gemeinsam mit der Leitung unserer Kirche den Glauben der Christen in der Heimat, zeigen ihnen, dass wir uns nicht nur in der BRD für sie politisch engagieren, sondern auch vor Ort versuchen, ihnen zu helfen, damit sie unsere geliebte Heimat nicht verlassen müssen. Welche Zukunft hätten wir in der Diaspora, wenn alle Christen Syrien verlassen müssten? Der Osten der Türkei ist bekanntlich schon von Christen weitgehend ,,gesäubert“ worden!
,,Deshalb möchten wir in dieser schweren Zeit nicht nur fasten und für die Betroffenen beten, sondern sie auch aktiv humanitär unterstützen. Die Aktion ,,Kleine Spende zu Ostern“ läuft bis zum 29.04.2013 und soll die Not der Christen etwas lindern“, kommentierte Serkis Aras, Repräsentant der HSA in einem Gespräch mit dem Bischof die Hilfsaktion.
Nachdem wir uns mit unserem Bischof Mor Philoxenos Mattias Nayis, der Caritas und den aramäischen/assyrischen Großhändlern beratschlagt haben, sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass Geldspenden besser sind als Lebensmittelspenden:
1. ,,Lebensmittelspenden sind mit größeren logistischen Kosten verbunden, da allein ca. 5000.- € Transportkosten pro LKW anfallen“, so die Großhändler. ,,Mit dem eingesparten Geld für den Transport können noch mehr Grundnahrungsmittel gekauft werden. Außerdem sind 50.- € in Nusaybin oder Mardin mehr wert.“
2. ,,In der BRD sind Geldspenden auch zu bevorzugen, weil dann die Lebensmittel bei Großhändlern gekauft und in Kartons einheitlicher Größe verpackt, besser auf Paletten passen“, erläuterten die aramäischen/assyrischen Großhändler.
3. Die Caritas ist auch der Meinung, dass es besser ist, der BSK Geld zu spenden. ,,Mit der gleichen Summe können in Nusaybin oder Kamishli mehr Lebensmittel gekauft werden. So kann die Hilfe schneller die in Not geratenen Christen erreichen.“
4. Schlussendlich ist auch unser Bischof der Auffassung, dass Geldspenden sinnvoller sind. Der Vorsitzende der BSK, Pfarrer Semun Demir wird vor Ort die Verteilung der Geldspenden und den Kauf von wichtigen Grundnahrungsmitteln überwachen und transparent gestalten. Wir von der BSK setzen auf eure Unterstützung! Helft euren Brüdern und Schwestern mit einer Geldspende, damit sie in unserer Heimat bleiben können.
Danke.
Geldspenden können in der ganzen BRD auf das folgende Konto überwiesen werden:
Sparkasse Gütersloh, Kontonummer: 8014722, BLZ: 47850065
Frohe Ostern und herzliche Grüße
Bethnahrin Solidaritätskomitee (BSK)
Pfarrer Semun Demir
(Liebe Bürgerinnen und Bürger! Herr Serkis Aras (Repräsentant der HSA) hat dieses Rundschreiben verfasst und am
12.04.2013 zusammen mit dem Schreiben unseres sehr geschätzten Bischofs Mor Philoxenos Mattias Nayis an
46 syrisch-orthodoxe Kirchen in Deutschland geschickt.)
PDF: Bethnahrin Solidaritätskomitee (BSK)
PDF: Schreiben_Bischof
Die NISIBIN – Stiftung für Aramäische Studien feiert am 15.04.2013 mit einem Empfang die Errichtung der „Arbeitsstelle für Aramäische Studien“ an der Universität Konstanz. Diese Forschungsstelle wird im Fachbereich Geschichte und Soziologie unter der Leitung von Frau Prof. Dorothea Weltecke angegliedert sein.
PDF: Einladungsschreiben
Veranstaltungsort:
Stiftung für Aramäische Studien
Raum V1001 im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Universitätsstraße 10
D-78464 Konstanz
Beginn: 18 Uhr
Programm:
Begrüßung
Martin Halef
Vorsitzender der Stiftung für Aramäische Studien
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Kamil Hanna
Oud
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Grußwort
Prof. Dr. Silvia Mergenthal
Prorektorin der Universität Konstanz
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Tigran Harutyunyan
Violine
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Festrede
Prof. Dr. Karl Pinggéra
Philipps-Universität Marburg
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Kamil Hanna
Oud
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Grußwort
Prof. Dr. Dorothea Weltecke
Universität Konstanz
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Tigran Harutyunyan
Violine
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20:00 Buffet mit Aramischen Spezialitäten
Alle Interessenten sind herzlich eingeladen!
PDF: Empfang zur Errichtung der Arbeitsstelle für Aramäische Studien
Eine geballte Ladung Kompetenz stärkt die HSA
- Expertenrunde in Bad Vilbel
Die HSA lud am Sonntag, 17. Februar 2013, in den Vereinsraum Beytzebdey, in Bad Vilbel mehr als ein Dutzend aramäische/assyrische Akademiker und Manager zu einem "HSA-Meet-and-Greet" ein.
Die Vision der HSA: Eine Art Expertenrat aus der Suryoye-Bildungselite zu konstituieren, um Projekte systematischer und professioneller zu realisieren, die dem Gemeinwohl der Suryoye gelten.
Seit fünf Jahren besteht der gemeinnützige Dachverband HSA. 17 Mitgliedsvereine bundesweit sind dieser Föderation angegliedert. Der Vorstand der HSA hält die Fäden und Kontakte zusammen. Er entwirft einen Jahresplan mit Aktionen wie Vorträge, Sportveranstaltungen und Hage. Im Rotationsprinzip führen die Mitgliedsvereine diese aus. Der Vorstand unterstützt sie organisatorisch.
Dem Head der HSA obliegt außerdem der Part der Öffentlichkeitsarbeit und politischer Interaktion. Er bildet und pflegt Netzwerke zu anderen Organisationen, Politikern und strategisch wichtigen Persönlichkeiten. Je nach Brisanz werden, neben einer regen Korrespondenz mit Medien und Politikern, Aktionen wie Protestmärsche, Spendenaufrufe oder Bündnisse initiiert.
Vor allem in diesem Bereich sind die Anforderungen gewachsen. So entstand die Idee, aber auch die Notwendigkeit, neue Mitglieder und Förderer mit entsprechendem Know-how für die Ziele und Arbeit der HSA zu gewinnen.
Außerdem möchte sich die HSA dem Wandel der Zeit anpassen und ihre Strukturen entsprechend modifizieren. So sind neue Köpfe, Ideen und Kompetenzfelder für eine ehrenamtliche Organisation wie die HSA unerlässlich.
Die Resonanz der Anmeldung zur Expertenrunde im Raum Frankfurt war erfreulich hoch. Die Moderation leitete der Kopf der HSA-Öffentlichkeitsarbeit Isoh Malke. HSA-Vorsitzender Saliba Joseph begrüßte die Gäste und berichtete über die einstigen Gründe, vor fünf Jahren, eine neue Föderation zu etablieren.
Maria Maroge vom HSA-Öffenlichkeitsausschuß ließ fünf Jahre HSA-Aktionen Revue passieren, um den Gästen Einblicke in die verschiedenen Handlungsfelder der HSA zu gewähren. Der 2. HSA-Vorsitzender Aziz Gergin präsentierte einen Kurzumriss zur gegenwärtigen politischen Lage der Suryoye in Deutschland, im Irak, Libanon, in Syrien und der Türkei.
Als Best-Practice-Beispiel für netzwerkübergreifende Arbeit stellte nach der Kaffee- und Kuchenpause Soziologe Kenan Araz das staatliche Förderprogramm "Geschichten in Vielfalt" vor.
Nihat Aras vom HSA-Öffentlichkeitsausschuß widmete sich als letzter Redner den möglichen Strukturveränderungen und Zielen der HSA. Er leitete über zur Diskussion und zum Brainstorming.
Die geladenen Gäste machten viele konstruktive Vorschläge, die bei einem weiteren Treffen vertieft werden sollen. Die Anwesenden sagten alle ihre Teilnahme dafür bereits zu.
Seinen geselligen Ausklang fand das Treffen anschließend im Restaurant Vinum.
Zeit und Ort für die nächste Expertenrunde werden eruiert, zu der sich bereits weitere neue Interessenten angekündigt haben. Der HSA-Vorstand freut sich über diese geballte Ladung Kompetenz.
@ u:
Du wolltest Dich schon immer gern ehrenamtlich für Dein Volk einbringen, vielleicht sogar im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, auf politischer Ebene und bei anspruchsvollen Projekten unterstützen? Der HSA-Vorstand freut sich über neue, engagierte Verbandsfreunde. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du bereits einem Verein oder einer anderen Organisation angegliedert bist und welche politische Gesinnung Du pflegst.
Wir sind ein tolerantes, dynamisches Team, das sich auf Augenhöhe und mit Freude am Ehrenamt für die Belange der Suryoye einsetzt. Wir pflegen untereinander ein ehrliches, unkompliziertes, freundschaftliches Verhältnis, mit der Absicht, produktive Ergebnisse für das Gemeinwohl zu erzielen.
Unsere Korrespondenz führen wir überwiegend virtuell oder telefonisch, da wir bundesweit verteilt leben. So lässt sich diese Arbeit gut in den Alltag integrieren.
Habt Ihr weitere Fragen?
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Facebook:suryoye.deutschland
News von 2012
ZEYNEP TOZDUMAN
Mezopotamya´da sevgiyle, sabırla, umutla bir tarih direniyor´ Annesinin memesini yudum yudum emen, savunmasız bir çocuk şimdi Nusaybin/Girmeli´deki Mor Augin manastırı. Mor Augin manastırı; Süryani halkının, Mor Gabriel manastırının arazilerinin politik bir oyunla işgalinden sonra, bir başka acısıdır. Bu halkın, acıyla bezenmiş sessiz çığlıkları yüzyıldır yankılanıyor, Tur İzlo (Bagog) dağlarında...
Yıkılan, dökülen, kaderine terk edilen, her yeri sevgiye ve barışa o kadar hasret ki. Bir yudum sevgiyi, kardeşliği, dostluğu sunmak, ne zormuş bu ülkede? Sevgiye değil nefrete, İnsana gitmeyi değil, insana zulüm etmeye programlanmış bir ülkede, SEVGİ hangi kuşun kanadında yetişir aceb? Bu manastırın ruhu, yaşadığı onca doğa ve insan felaketine rağmen, Kutsal kitap İncil´de de yazdığı gibi sevgi, sabır ve umutla direnmiş, bu günlere gelebilmiştir. Bu manastıra sahip çıkmak, ülkemizde azınlık konumunda olan salt Hıristiyanlığa (Ezilenlere) değil, tek tanrılı bütün dinlere, bunun ötesi, insanlık tarihine sahip çıkmaktır. Öksüz ve yetim kalmış bir coğrafyada direniyor, Mor Augin manastırı. Mor Augin manastırının kısa bir tarihçesini anlatmak istiyorum sizlere. Süryani Hıristiyanlığına göre Mor Augin manastırı bütün manastırların anasıdır.
Yine Süryani inancına göre Süryani halkının Kutsal kudüsüdür. İsa Mesih ´ten yaklaşık 300 yıl sonra Mısır´dan, Mezopotamya´ya Hıristiyanlığı yaymak için 72 rahibin gelip inşa ettiği bu manastır, teknolojinin olmadığı o çağda taşların üstüne nasıl inşa edilmiş olduğunu gördüğünüzde, hayretler içerisine gireceksiniz. Âdeta Kartal yuvasını andıran çok büyük bir alan üzerinde kurulu bu manastır, insan emeğinin en ilkel yöntemleriyle yapılmış muhteşem bir eseridir. O dönemde henüz mimarlık ve teknolojinin gelişmediği gözüne alınırsa, insanoğlu inançla o kadar devasa bir eseri, sabırla nasıl örmüş inanamazsınız. Evet, Mor Augin ilk bakışta muhteşem olduğu kadar, acıyı, yok oluşu da o denli derin hissettiriyor insana. Bir zamanlar Mor Augin manastırı, sonradan yapılan on manastıra öncülük ettiği için merkez üssü görevini görmekteymiş. Belki de bu yüzdendir, sonradan yapılan manastırların Anası olma sıfatını alması. Kitapları, sayısız sunakları ve ibadet edilecek inziva yerleri, şapellleri, sütunları, kiliseleri, tarihsel yazıları ile bu manastırda adeta tarihe yolculuk ediyor insan.
Süryani inancına göre Azizlerin ayak izleri ile bereketlendirildiği bu manastırın, her yerini, sararan otlar kaplamış. Sanki bu manastır hep hazan mevsiminde var olmuş gibi dokunduğunuz, gözünüzün görebildiği her yerinden çaresizlik ve hüzün akıyor. Her insanın yaşadığı topraklarda, tarihe karşı bir sorumluluğu vardır. Süryani tarihinin değerli bir eseri olan Mor Augin manastırına sahip çıkmak, bu ülkede yaşayan tüm halkların, özellikle bölge itibarıyla Kürt halkının görevidir. Bölgede Süryani halkının arazi davası ile ilgili yaşadığı o kadar çok sorun var ki, Türkiye kamuoyu, Süryani halkını, Devletin Mor Gabriel manastırına haksız bir şekilde açılan toprak ve arazi davalarıyla tanıdı. Bölgede Süryani halkına sadece devlet mi, haksızlık ediyor? Daha geçenlerde basında yer alan bir haberde, Mardin İHD´nin ara bulucuk yaptığı Midyat´a bağlı ZAZ köyünde, Kürt komşulara emanet edilen toprakları, işgal eden ve Süryanilerin yetiştirdiği ürünlere el koyanlar mı? Aramazsınız yine Midyat´a bağlı Kafro köyünde baskı, darp ile karşılaşan, Diaspora´dan dönüş yapanları, Onurlu Kürt ve Arap halkı sahip çıkmayacaksa kim sahip çıkacaktır?
Türkiye Cumhuriyet´i, yüzyıldır Osmanlı oyunlarıyla, yasalarıyla, baskılarla bölgede sayılarını üç bine düşürmeyi başarmıştır. Son bir-iki yıldır Şırnak, İdil ve Midyat´ta Kilise misafirhanelerine yıkım kararları çıkması, sayıyı daha da azaltmak için olsa gerek. Tarihi bir yapıyı kendi kaderine terk etmek, sahip çıkmamak, ayak oyunlarıyla topraklarını ele geçirmek, bir katliamdır. Bu bir tarihi yok etme, kültür katliamıdır! Mor Gabriel manastırının hukuk mücadelesinde, Süryani halkıyla yan yana olan Kürt halkından ve özellikle BDP´den şimdi de Mor Augin'e daha fazla sahip çıkmasını bekliyoruz. Mor Augin´nin arazi davasıyla ilgili sorunlarını, Süryaniler lehine çözmeleri, BDP ´yi ve Kürt özgürlükçülerini, kamu vicdanında daha çok yücelteceğine inanıyorum. Çünkü Mor Augin manastırı Nusaybin/Girmeli ilçe sınırları içerisindedir. Girmeli ilçesi de BDP´li belediyenin elindedir. Bunu bir şans olarak görüyor ve biz, barışseverler, insan hakları savunucuları olarak hak gaspı konusunda yüreğinizin terazisine güveniyoruz. İnancım o´dur ki, ancak acı çeken halklar birbirini anlayabilir.
2009´dan bu yana Kürt halkının yaşadığı acılar, operasyonlar ve tutuklamalara 28 Aralık 2011´de Roboski katliamı eklenmiştir. Katliamın birinci yılında 34 güzel insanı saygıyla anıyor ve diyorum ki,1915´den bu yana bizler, TC.´nin yaptığı hiçbir katliamı unutmadık/unutturmayacağız. Roboski katliamının hesabını sormak, Süryani halkına yapılan katliam, talan, işgal ve gaspın hesabını sormaktan geçer. Süryani halkının işgal, gasp, hile yoluyla elinden alınan arazilerle ilgili bir döneme değil, her döneme damgasını vuran, ezilen halkların savunucusu değerli Teslim Töre hocamızdan, sosyal medya aracılığı ile yardım istedik. Yardım çığlıklarımıza olumlu cevap veren özgürlük savaşçısı hocamız Teslim Töre´nin, sosyal medyada çıkan ´Adalet komisyonuna´ yazdığı yazının ardından, Zübeyir Aydar ve Remzi Kartal ile görüşmesi sonucu, somut bir adım atılacağı haberini almış olmakla, yüreklerimize su serpilmiştir.
Sayın Teslim Töre´nin aktarımıyla, Remzi Kartal ve Avukat Zübeyir Aydar arasındaki diyalogda ´ ben avukatım araştırdım, hile yaparak o topraklara el koymuşlar, Süryaniler giderken söz konusu toprakları, tanıdıkları, güvendikleri birine emanet ederek; biz dönene kadar bakın dönünce biz bakarız demişler. Adam ´tamam´ demiş, ama sonra hile yaparak, aynı toprakları, hazine malı imiş gibi hazineden satın alma işlemleri yaparak, tapuyu kendi üzerine çıkartmış. Dolaysıyla da yasal olarak hiç açık bırakmamış. Bunun yöntemini iyi belirlemek gerekir. Yöntem iyi belirlenmediği taktirde, devlet devreye girerse, gaspçıyı destekler, sorun farklı boyut kazanır. Ne olursa olsun, biz o toprakların eski sahiplerine iade edilmesini mutlaka sağlayacağız. Ancak zamanlama ve yöntemi doğru ayarlamak lazım´ şeklinde Teslim Töre hocamıza bilgi vermişler.
Bu cümleden anlaşılan o ki, Remzi Kartal ve Zübeyir Aydar konuyu ciddiyetle ele alıp hemen araştırmış, sözleriyle gerekeni yapma konusunda somut bir adım atılmış kabul ediyor ve gereğinin yapılmasını bekliyoruz. Ben bir kadınım, anayım. Ve kadınlar doğası gereği yıkıcı değil, barışçıldır. Nerede böyle yıkılmış, terkedilmiş, hayvan barınağı haline getirilmiş Kilise ve Manastır, şapel, görsem yüreğimin sol yanından kan, damlar. Oysaki kendi kutsalımıza saygı, öncelikle diğerinin kutsalına saygıyla başlar. Buradan, Hıristiyan Avrupa halklarının, ortaya çıkaracağı kolektif vicdana da sesleniyorum. Bu manastırın işlerlik kazanması için restorasyonu, çevre düzenlemesi yapılması gerekiyor. Bu manastırın binlerce yıl daha ayakta kalabilmesi için milyonlarca dolara ihtiyaç vardır.
Diaspora´daki Süryanilerin ekonomik katkılarıyla, Mor Augin manastırı olacak gibi değil diye düşünüyorum. Hıristiyan Avrupa´nın da buraya maddi ve manevi destek vermesi gerekir. Bölgede Kürt halkı, Avrupa´dan da Hıristiyan kuruluşları, buraya sahip çıkarlarsa sanırım yeniden Süryani halkına kazandırılır. Nusaybin/GİRMELİ ovasının uçsuz-bucaksız görüntüsünün ayaklarınızın altına serili olduğu, Mor Augin manastırına, yeniden nefes verilmesi, Süryani halkına ait arazilere sahip çıkılması, küresel bir barışa da vesile olacaktır. Haydi! Dostlarım, Bölgede onurlu bir barış için Süryani halkına bir elde sen uzat.
ZEYNEP TOZDUMAN
Zwischen dem 18. - 26.11.2012 besuchten die Mitglieder des Bethnahrin Solidaritätskomitee die Türkei mit dem Schwerpunkt Turabdin und Mardin, um sich einen eigenen Überblick über die Situation der christlichen Flüchtlinge in den Regionen der Aramäer Assyrer zu machen.
Die BSK Delegation bestehend aus ZAVD, MUB, ADO, ESU, DETA, HSA und die syrisch-orthodoxe Kirche (vertr. durch Pfarrer Semun Demir), besuchte beide Erzdiözesen (Mor Gabriel in Midyat und Deyro du Zafaran in Mardin) und sie führte mit den Bischöfen, Samuel Aktas (Kloster Mor Gabriel) und Saliba Özmen (Kloster Deyro du Zafaran) vor Ort ausführliche, interessante und informative Gespräche.
Die BSK Delegation (Pfarrer Semun Demir, Shlemon Yonan, Isa Asmar und Saliba Joseph) sagte zum Solidaritätsbesuch folgendes:
„ Wir haben uns einen Überblick über die Lage der Angehörigen unseres Volkes im Turabdin sowie über die Anzahl der christlichen Flüchtlinge in den Regionen verschaffen können, um die entsprechenden Hilfsmaßnahmen richtig zu koordinieren!“
Die BSK weiter: Wir wollten einerseits unsere Solidarität den Flüchtlingen aus Syrien zeigen, andererseits unseren Landsleuten im Turabdin die anfallenden Sorgen gemeinsam zu teilen.
Des Weiteren führte die BSK mit weiteren vielen Persönlichkeiten im Turabdin Gespräche um die Situation der christlichen Flüchtlinge zu stabilisieren.
Berlin, 28.11.2012
Pressemitteilung (PDF)
Am 21. Oktober 2012 stellte sich der Vorsitzende des Politbüros der Assyrischen Demokratischen Organisation in Qamishli den kritischen Fragen von Amer Mourad, Reporter der Al-Kurdiye-News, zur künftigen Verwaltung des Al-Jazeere-Gebietes in Syrien.
Hier ist der vollständiger Wortlaut des Interviews:
Frage 1: Der Nationalrat der Kurden in Syrien und viele Kurden sowie andere Volksgruppen demonstrieren gemeinsam für einen alle Gruppen umfassenden Föderalismus. Akzeptieren Sie einen solchen Vorschlag?
Es ist das Recht des Nationalrats der Kurden, wie auch der Kurden und anderer ethnischen Gruppen, auf Postern und Transparenten ihre Forderungen öffentlich zu machen, soweit es keine Provokation für andere darstellt. Ich denke, dass die Kurden, die Assyrer (Suryoye) und alle anderen Nationalitäten ihre vollen Rechte im neuen Syrien, nach dem Beseitigung der Tyrannei erlangen werden und dann einen modernen demokratischen Staat aufbauen, der ihre Identität, Existenz und Rechte anerkennen wird. Diese Rechte werden in der neuen Verfassung sichergestellt, unter Zustimmung und mit dem Einverständnis aller nationalen Teilhaber.
Frage 2: Würden Sie eine alleinige kurdische Verwaltung über diese Gegend akzeptieren?
Syrien gilt vornehmlich, als ein Land des nationalen, religiösen und kulturellen Pluralismus und der Vielfalt; besonders das syrische Al-Jazeere-Gebiet [im Nord-Osten Syriens] ist das lebendige Beispiel dieser Vielfalt. Somit schließe ich einen solchen Vorschlag völlig aus. Niemand darf die Region individuell verwalten und die übrigen Partner ausschließen, unabhängig von seiner zahlenmäßigen Größe und Stärke. Ich habe keinen in diese Richtung gehenden Trend oder Bestreben feststellen können, dass seitens der Parteien der nationalen kurdischen Bewegung ein Monopol und Exklusivität in Anspruch genommen wird. Wenn es eine Tendenz oder Neigung zu einem solchen Trend bei einigen Parteien geben sollte, so werden alle ihre Isolierung fordern und sich ihnen in den Weg stellen, damit die Partnerschaft, Stabilität und Koexistenz zwischen allen Bevölkerungs-Komponenten erhalten bleibt.
Frage 3: Sollte es zu irgendeiner Art kurdischer Verwaltung des Gebietes kommen, würden Sie dann eine Partnerschaft akzeptieren? Und was wären die Bedingungen dieser Partnerschaft?
Wie ich bereits sagte, beheimatet das syrische Al-Jazeere-Gebiet die ganze Vielfalt, die in Syrien lebt, wie Araber, Kurden, Assyrer (Suryoye) und Armenier; also auch Moslems, Christen und Jeziden (Ezidi). Jede zukünftige Verwaltung dieser Region müsste diese demographische Situation berücksichtigen, weil nur darin eine vollgültige nationale Partnerschaft zwischen allen Komponenten ihren Ausdruck findet, ohne Ausgrenzung oder Marginalisierung irgendeiner [ethnischen] Gruppe.
Frage 4: Haben Sie Vorschläge für eine assyrische Verwaltung von bestimmten Gebieten?
Es gibt keinen solchen Vorschlag seitens der Assyrischen Demokratischen Organisation und es gibt keine exklusiven assyrischen Gebiete, mit Ausnahme von einigen assyrischen Dörfern entlang des Flusses Al-Khabur, die an andere Dörfer unserer arabischen und kurdischen Brüder angrenzen, während unser Volk in den Städten zusammen mit unseren arabischen und kurdischen Brüdern lebt. Deshalb wäre es unrealistisch, wenn wir solche Vorschläge unterbreiten würden.
Frage 5: Wie ist Ihre Meinung darüber, dass die [Al-Jazeere] Region zögert, sich im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen in Syrien zu bewaffnen und zu engagieren?
Die Menschen in der Region zögerten nicht, sich an der friedlichen Revolution des syrischen Volkes zu beteiligen, im Gegenteil, sie gehörten zu den ersten, die an Demonstrationen und Protesten teilnahmen, früher als in manchen anderen Provinzen. Über einen Zeitraum von zwanzig Monaten nach Ausbruch der syrischen Revolution, behielten sie ihre friedlichen Aktivitäten bei. Das Regime hat seinerseits Provokationen in dieser Region vermieden, einerseits als Folge der Schwäche und der Erosion seiner Kapazitäten und andererseits, um seine Kapazitäten in anderen Gebieten zu nutzen. Durch diese Haltung konnten Städten und Gemeinden des Al-Jazeere-Gebiets als sichere Zuflucht für das syrische Volk dienen, die aus anderen betroffenen Gebieten vertrieben wurden.
Frage 6: Es gibt eine Bewegung unter den Christen, eine Art Exodus in Richtung Europa. Was denken Sie darüber?
Das Migrationsphänomen der Assyrer und Christen im allgemeinen im Al-Jazeere-Gebiet existierte schon lange vor der Revolution, und nach Beginn der syrischen Revolution erhöhte sich das Tempo der Migration aufgrund der wachsenden Sorge und Unsicherheit, der Angst vor dem Unbekannten und der Furcht davor, zwischen die Mühlsteine von Chaos und islamistischen Machtkämpfen zu geraten, so wie es im Irak geschah. Hinzu kommt noch die Befürchtung, dass in Syrien ein radikales fundamentalistisches Regime entstehen könnte.
Die Assyrische Demokratische Organisation war immer und ist weiterhin gegen die Auswanderung, weil sie einen Verlust unseres Volkes bedeutet und zur Assimilation führt. Daraus wird, glaube ich, deutlich, dass die ADO und die christlichen Eliten nicht die alleinige Verantwortung für die Auswanderungen haben. Vielmehr liegt es in der nationalen Verantwortung, die die gesamten nationalen Eliten tragen müssen, um dieses Ausbluten zu stoppen, das ein nationaler Verlust für alle ist.
Frage 7: Welche Situation beurteilen Sie für Ihr Volk als die Bessere: Vor oder nach dem Fall des Regimes? - Hinsichtlich der verbreiteten Behauptung, dass die Christen es immer mit dem Stärkeren halten.
Wenn Ihre Frage einen anklagenden Ton gegenüber unserem Volk und den Christen anschlägt, so ist das zur gleichen Zeit inakzeptabel und ungenau. Es haben nämlich alle Teile des gesamten Volkes sowohl Loyalisten als auch Gegner des Regimes gehabt und das, was für Araber, Kurden und muslimische Sunniten im allgemeinen gilt, sollte auch für die assyrischen Christen und andere Gruppen gelten. Ich kann nur sagen, dass das Regime bis zum heutigen Tag nicht hätte überleben können, wenn es nicht so viele Unterstützer in der arabischen Mehrheit, den Sunniten und auch unter den Kurden gegeben hätte. Ich möchte betonen, dass die Christen nicht unter dem Schutz und Absicherung des Regimes stehen. Die meisten von ihnen streben den Aufbau eines demokratisch säkularen Staates an, der auf dem Fundament von Gerechtigkeit, Gleichheit und wahrer Staatsbürgerschaft beruht. Das wollen sie mit friedlichen Mitteln erreichen und das ist eine Angelegenheit aller Syrer. Und falls Sie mit Ihrer Frage die Assyrische Demokratische Organisation meinten, so ist die Organisation nicht neu in der national demokratischen Opposition, vielmehr ein Gründungsmitglied der syrischen Opposition, beginnend mit der Damaskus-Erklärung [aus dem Jahre 2005] bis hin zum syrischen Nationalrat. Sie hat nie aufgehört, dem Recht zu folgen und ihre Stellungnahmen ehrlich zu offenbaren; und das, zu einer Zeit, als noch viele das Schweigen als Tugend betrachteten1]
[1] Es ist bemerkenswert zu wissen, dass die Assyrische Demokratische Organisation in der Stadt Qamishli am 15. Juli 1957 gegründet wurde und seitdem in ihrem Kampf friedliche demokratischen Mitteln anwendet und für die verfassungsrechtliche Anerkennung der Existenz und die nationale Identität des assyrischen (suryoye) Volkes und für die Zusicherung all seiner Rechte arbeitet, im Rahmen der Einheit Syriens, sowohl auf Landes- als auch auf Bevölkerungsebene. Sie strebt den Aufbau eines säkularen demokratischen Regimes an, der geprägt ist von den Werten des modernen Zeitalters und dem Aufbau eines Rechtsstaates mit demokratischen Institutionen und Teilhabe der gesamten Bürgerschaft.
Newsletter: Syrien Secial PDF
Hinrich Rohbohm
12 HINTERGRUND JUNGE FREIHEIT
Berlin Nr.46/12/9. November 2012
Christen im Fadenkreuz
Syrien: Je länger der Bürgerkrieg dauert, desto schwieriger wird es für die christliche Minderheit / Tausende sitzen auf gepackten Koffern
Die Nachricht war ein Schock. Fadi Jamil Haddad, ein griechisch-orthodoxer Priester der St.-Elias-Kirche in der syrischen Kleinstadt Qatana, ist tot. „Sie haben ihn geschlachtet“, sagt Sabri Alkan entsetzt. Das Vorstandsmitglied der Assyrischen Demokratischen Organisation in Europa (ADO), die sich für eine Stärkung des Nationalbewußtseins sowie den Erhalt und die Einheit des assyrischen Volkes im „Gebiet Mesopotamien“ (Syrien, Türkei, Irak, Iran) einsetzt, ist noch vollkommen fassungslos angesichts des jüngsten Opfers einer Gewaltwelle gegen Christen in Syrien. Der 49jährige, der inzwischen seit gut 25 Jahren in Deutschland lebt, kann noch immer nicht glauben, daß der Priester tot ist.
Sein lebloser Körper wurde am 25. Oktober im Stadtviertel Jaramana von Damaskus gefunden. Vor seinem Tod sei er skalpiert und seine Augen herausgerissen worden, hatte ein Mitglied der St.-Elias-Gemeinde berichtet. Anschließend habe man ihm die Kehle durchgeschnitten. „Auf diese Weise töten Salafisten“, meint Alkan, der sich sonst jedoch mit vorschnellen Urteilen zurückhält.
„Derzeit gibt es in Syrien zu viele Gerüchte, jede Seite verdächtigt die andere“, verdeutlicht er die unklare Lage in seinem vom Bürgerkrieg gezeichneten Heimatland. Alkan telefoniert derzeit täglich mit seinen Landsleuten, der Volksgruppe der Assyrer. „Die Ereignisse überschlagen sich im Moment“, sagt er. Er spricht von Entführungen. Von Anschlägen, die als warnende Botschaften an die Christen gerichtet seien. Die Assyrer sind Christen. Eine religiöse Minderheit im Land, die zur tragischen Gruppe des Bürgerkriegs zu werden droht. Insgesamt leben gut drei Millionen Christen in Syrien. Das sind knapp 15 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Auch Fadi Jamil Haddad war vor seiner Ermordung entführt worden. Am 19. Oktober, sechs Tage vor seinem Tod, hatte man ihn verschleppt. Angeblich sei es um Lösegeld gegangen. 550.000 Euro seien für die Freilassung des Priesters gefordert worden. Von wem, das ist noch unbekannt.
Weil das Terrornetzwerk al-Qaida derzeit zu systematischen Entführungen aufruft, vermuten Syriens Christen islamische Extremisten hinter der Tat. Zudem deute die Art der Ermordung des Priesters darauf hin. Islamistische Kreise verbreiten hingegen, hinter dem Mord stehe in Wahrheit die Assad-Regierung, deren Ziel es sei, den Religionskonflikt zwischen Christen und Moslems zu verschärfen, um das Oppositionsbündnis zu schwächen.
Ein Bündnis mit äußerst bizarrer Zusammensetzung, das sich im vom Westen unterstützten Syrischen Nationalrat (SNC) zusammengeschlossen hat. Denn in dem im August vorigen Jahres mit Sitz in Istanbul gegründeten Gremium sitzt neben Vertretern von Kurden und syrischen Christen auch die radikalislamistische Moslembruderschaft. Und auch Sabri Alkans ADO ist im SNC vertreten.
„Wir haben nur wenig Verbündete gegen das Assad-Regime mit seiner sozialistischen Baath-Partei“, erklärt Alkan die ungewöhnliche Allianz. Vor vier Monaten hatte sich das Bündnis in Kairo auf einen Verfassungsentwurf für eine Ära nach dem Ende der Diktatur der Baathpartei verständigt. „Die Moslembruderschaft hat dabei einem in dem Entwurf verankerten freien und säkularen Staat Syrien zugestimmt“, betont Alkan.
Ob sich die Radikalislamisten jedoch nach einem Sturz der syrischen Regierung auch tatsächlich an diese Erklärung halten werden, daran hat auch er seine Zweifel. „Wir haben aber keine Wahl, wenn wir nicht isoliert sein wollen. Unsere einzige Hoffnung ist der Westen“, nennt er den Grund für das Eingehen des Bündnisses.
Doch die Gleichgültigkeit des christlichen Westeuropas gegenüber seinen Glaubensbrüdern in Nahost macht ihn nachdenklich. Zu spärlich fallen die Berichte in den Medien über das Leid der Christen aus, zuwenig Solidarität sei zu erkennen, wenngleich die Bundesregierung deutschen Hilfsorganisationen erst kürzlich 1,3 Millionen Euro zur Verfügung stellte, um syrische Flüchtlinge im Libanon (JF 37/12) zu unterstützen.
„Das, was jetzt passiert, ist erst der Anfang des Leids“, befürchtet Alkan. „Je länger der Bürgerkrieg dauert, desto schlimmer wird es für uns Christen“, ist er sich sicher. Die ADO hat bereits Spendenaktionen gestartet, um Lebensmittel, Zelte und Schlafdecken für in Not geratene Christen in Syrien zu besorgen.
„Unter Assad hatten wir auch zu leiden, aber durch den Bürgerkrieg ist es jetzt noch viel schlimmer geworden“, beschreibt Alkan die aktuelle Situation vor Ort. Die jüngsten Autobombenanschläge, wie etwa der vom 21. Oktober in der Altstadt von Damaskus, der in unmittelbarer Nähe des Sitzes der christlichen Patriarchen erfolgte, seien als Warnung gedacht. Und als Aufforderung an die als regierungsfreundlich geltenden Patriarchen, die Seite zu wechseln. Damaskus gilt neben den weiter nördlich gelegenen Städten Homs und Aleppo als Hochburg der syrischen Christen.
Auch Entführungen wie die des Priesters Haddad haben inzwischen erheblich zugenommen. Im September etwa wurde Kamme Elyas verschleppt. Ein Arzt und Familienvater. Wer dahinter stecke, wisse man bis heute nicht, sagt Alkan. Die ADO hatte über ihr Kontaktnetzwerk zunächst versucht herauszufinden, in wessen Händen sich der Entführte befindet. Doch der Druck auf die Angehörigen des Mannes lastete zu stark, sie zahlten den Entführern schließlich 25.000 Euro, um seine Freilassung zu erwirken.
Anfang Oktober wurde Georg Dham entführt. Einst war er 15 Jahre lang Ortsvorsteher eines syrischen Dorfes. Doch die Mehrheitsverhältnisse im Ort haben sich inzwischen geändert, die Christen sind zur Minderheit geworden. Dhams Angehörige wandten sich an arabische Familienclans. In der Hoffnung, daß man dort Näheres über seinen Aufenthaltsort in Erfahrung bringen könnte. Mit Erfolg. Die Clans konnten sich noch gut an die Amtszeit des einstigen Ortsvorstehers erinnern, wußten von seinem positiven Wirken auch gegenüber den Arabern. Die Clans erreichten, daß Dham ohne Lösegeldforderung laufengelassen wurde. „Aber er steht noch immer unter Schock und leidet unter Orientierungsschwierigkeiten, weil man ihm während der Entführungszeit stets die Augen verbunden hatte“, erzählt Alkan.
Noch kämen die Leute wieder frei. „Im Irak war das anders“, warnt Alkan jedoch vor Schlimmerem. Neben der Geldbeschaffung für radikalislamistische Organisationen würden die Entführungen auch dazu dienen, Christen dermaßen einzuschüchtern, daß sie ihre Heimat von sich aus verlassen.
„Das Ziel ist die Arabisierung und Islamisierung der christlichen Hochburgen in Syrien“, ist Alkan überzeugt. Die Wirren des Bürgerkriegs seien ein geeigneter Nährboden, um dieses Ziel durchsetzen zu können. „Die öffentliche Sicherheit und Ordnung ist nun praktisch aufgehoben, wir leben momentan in einem rechtsfreien Raum“, sagt Sabri Alkan.
Vor allem islamistische Söldner, die in der Regel außerhalb der oppositionellen Freien Syrischen Armee operieren, seien aufgrund ihrer unkontrollierten Angriffe bei syrischen Christen gefürchtet. Nicht zuletzt deshalb, weil sie bereits in Afghanistan, Jemen und Libyen Angst und Schrecken verbreitet hätten.
„Unsere Leute sitzen wirklich auf gepackten Koffern“, erzählt Alkan. Einige hätten bereits Haus und Hof verkauft, um Schlepperbanden bezahlen zu können, die sie nach Europa bringen sollen. Über die noch unproblematische Einreise in die Türkei würden die Schlepper die Flüchtlinge dann zumeist über die türkisch-griechische Landverbindung oder die nahe am türkischen Festland befindliche griechische Insel Lesbos nach Athen schmuggeln.
Von dort gehe es über die Hafenstädte Patras und Piräus in die wirtschaftlich attraktiveren Länder Nordeuropas. Auch nach Deutschland. „Die Schlepper nehmen den Flüchtlingen ihre Pässe ab und geben ihnen dafür gefälschte mit gültigem Visum. Nach erfolgreicher Einreise müssen sie die gefälschten Pässe den Schlepperbanden zurückgeben und bekommen ihre richtigen Pässe zurück, mit denen sie dann Asyl beantragen“, beschreibt Alkan das System der Schleuser, die auf diese Weise bewirken wollen, daß der Herstellungsort der gefälschten Dokumente verborgen bleibt.
Die Assyrisch Demokratische Organisation sei gegen die Flucht der Christen, stellt Alkan klar, auch wenn er Verständnis für die Flüchtenden hat. Doch durch die Flucht würden die Christen in Syrien weiter marginalisiert. Für ihn ist dies das schlimmste Szenario. „Denn dann wäre unsere Heimat für immer verloren.“
Hinrich Rohbohm
Redaktion
Wintersammlung
der
Caritas und der syrisch-orthodoxen Gemeinde Augsburg für Bürgerkriegs-Flüchtlinge in Libanon und Syrien
Es wird gesammelt:
· Gut erhaltene Winterkleidung für Erwachsene und Kinder
· Haltbare Lebensmittel wie Reis, Bulgur, Öl, Konserven, Nudeln, Mehl etc.
· Geldspenden für den Ankauf von Winterdecken, Milchpulver und Trockennahrung
Anlieferung nur in stabilen Kartons zwecks Transport in einem Container.
Abgabestelle: Sachspenden können Sie abgeben auf dem Gelände des
HD-Gewerbepark, Mühlmadweg 6, 86167 Augsburg
Annahmezeiten: Freitags und Samstags im November 2012 von 12:00-18:00 Uhr möglich!!
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Saying that his people are “suffering day and night” and don’t see “any light at the end of this tunnel,” the Syrian Orthodox Archbishop of Aleppo, Mar Gregorios Yohanna Ibrahim, visited The Huffington Post on Thursday to offer his take on solutions to the ongoing violence in his nation.Ibrahim, who leads Orthodox Christians in the Syria’s largest city, has been visiting the U.S. and other nations to appeal for humanitarian aid and international diplomacy in hopes of stopping the civil unrest in Syria, where Christians make up about 10 percent of the 22 million majority-Muslim population.
The conflict in Syria, which has led to tens of thousands of deaths, arose after a government crackdown on democratic demonstrations that began last year during the Arab Spring. The fight is mainly between the regime’s army, led by President Bashar Assad, and those who want to overthrow it, the Free Syrian Army. The government is dominated by Alawites, a Shiite sect, while the opposition is controlled by Sunnis. Caught between are the nation’s Christians, who the government has said will not be supported under the opposition.
“The main important thing is that Syria cannot remain as it is now because it is an important country in the Middle East and if no solution comes to Syria, it might bring a very sad event for the whole region. My mission and my plea will be the importance of having a concrete, comprehensive plan for the future,” said Ibrahim in a meeting with HuffPost Religion. “What we need is security, stability, prosperity, peace, fraternity. This is what we need because we come from different religions and all the teachings of these religions are pushing us to do something for the benefit of human beings.”
On Thursday, rebels took control of key areas in Aleppo, a battleground city near Turkey that has a significant Christian population, and the Syrian government agreed to a four-day ceasefire in observance of the Islamic holiday of Eid Al-Adha. Two days before, the Vatican announced that it had delayed a peacemaking group’s trip to the region. The group, which was to include Archbishop of New York Timothy Dolan, has not been rescheduled.
“We have to be sure this is accepted by all the parties, not only the government,” Ibrahim said about the ceasefire, which is supposed to begin Friday, though it’s unclear if either side will abide. “Yesterday, (rebels) occupied the complex where I have a school. It means they are not far from the city center.”
While strife between religious groups is taking place, the archbishop stressed that he believes most Syrians believe in peace between religions and freedom of religion. Violence and suppression of religious freedom are “not the teachings of religion, it is the interpretation of religion which sometimes comes from fanatics, closed minds or ignorance,” he said. “And we have it. We have to acknowledge, from both sides, that we have those who cannot really see what are the depths of religion concerning peace and coexistence.”
http://urbanchristiannews.com/ucn/2012/10/syrian-archbishop-our-people-are-suffering-day-and-night.html#.UJFEQZA21YE
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